Hermann Glöckner (1889-1987): Das frühe Tafelwerk

Kunstführung in der Pinakothek der Moderne
Die Ausstellung stellt eine Wiederentdeckung dar, die einen Maler und Bildhauer würdigt, der von außerordentlicher Bedeutung  für den Konstruktivismus in Sachsen, besonders Dresden, steht. Es geht um eine Kunstrichtung, die nicht den Künstler, sondern den Ingenieur in den Mittelpunkt des produzierten Kunstwerks stellt.  Es geht um die Konstruktion, die mit Hilfe von Lineal und Schablone eine neue Schönheit erzeugt.  Vermittelt durch Mathematik, Geometrie und Stereometrie gelangen die "Künstler"  zu malerischen Ordnungsprinzipien und zu bildnerischen Gestaltungselementen. Nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg schlägt sich Glöckner mit brotbezogenen Arbeiten von 1937-1944  durch. Da ihm in der DDR die Anerkennung als konkreter Künstler versagt bleibt, überlebt er zurückgezogen mit einer Vielzahl von baugebundenen Aufträgen, Plastiken und Collagen. Mit Putzbildern und Grafitti gestaltet er Hausfassaden vom Wohnhaus bis zum Gasthof.
1951 schließt ihn die SED – mit ihrem engen Kunstbegriff -  im Formalismusstreit  vom Kunstbetrieb aus, was Glöckner aber unbeirrt weiterarbeiten läßt. Große Ausstellungen machen ihn vor allem 1984 und 1989 in Dresden wieder bekannt.  Wir dürfen gespannt sein, wie das "Frühe Tafelwerk" die bildnerischen Mittel bereitstellt für seine späteren Arbeiten, so z.B. die Metallplastik "Durchbruch" vor dem ehemaligen Bonner Bundeshaus.
Treffpunkt: Pinakothek der Moderne, Eingangsbereich
Kursgebühr: 12,00 €, zuzüglich Eintritt



1 Vormittag, 05.12.2019
Donnerstag, 11:15 - 12:45 Uhr
1 Termin(e)
Dr. Eckehard Bartsch
2129
Kursgebühr:
12,00
Belegung:
 
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