Franz Radziwill - Zwei Seiten eines Künstlers

Kunstführung in der Pinakothek der Moderne
Nach den Stileinteilungen der Klassischen Moderne wird dieser Maler (1895 – 1983) als einer der bekanntesten Vertreter der Neuen Sachlichkeit, besonders in seiner Heimat Norddeutschland angesehen. Wenig bekannt ist, dass er ein expressionistisches Frühwerk geschaffen hat, das nun in einer kleinen Sonderausstellung aufschlussreiche Vergleiche ermöglicht. Er stellte noch 1922 gemeinsam mit Schmidt-Rottluff und Heckel unter dem Titel „Dangaster Künstler“ in Oldenburg aus. 1933 erhielt er eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie, aber ein Jahr später wird als „Kulturbolschewist“ gebrandmarkt und 1935 entlassen. Er war, überzeugt von den Zielen der NSDAP 1933 in die Partei eingetreten. Ab 1935 tritt dann die Stilwende zur Malerei der Neuen Sachlicheit ein. Die Ausstellung versucht nun die Widersprüche eines „entarteten“ und gleichzeitig systemkonformen Malers sichtbar zu machen. Seine Darstellungen der norddeutschen Küstenlandschaft sind nicht mehr reine Landschaftsbilder, sie konfrontieren den Betrachter mit einer düsteren Stille und Bedrückung, die einzigartig unter den neusachlichen Malern auftritt. Es sind zugleich menschenleere Landschaften mit oft alltäglichen Motiven. Der Einsatz der Farbe ist grell und bedrohlich, aufgrund dieser Tatsache wird auch seine Malerei als Magischer Realismus bezeichnet.
Treffpunkt: Pinakothek der Moderne, Eingangsbereich
Kursgebühr: 12,00 €, zuzüglich Eintritt



1 Vormittag, 17.10.2019
Donnerstag, 11:15 - 12:45 Uhr
1 Termin(e)
Dr. Eckehard Bartsch
2128
Kursgebühr:
12,00
Belegung:
 
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